Einen ganz besonderen Leckerbissen für die Fans der klassischen Musik, bietet das Internet am kommenden Freitag, 24. April 2020. Um 19 Uhr kann man dort nämlich den Komponisten, Dirigenten und zudem leidenschaftlichen Musiker, Leon Gurvitch live erleben. Seine Musik wurde bereits in den USA, Frankreich, Italien, den Niederlanden, der Schweiz, England, Deutschland, Österreich, Belgien, Polen und Russland aufgeführt. Und auch hier in Deutschland hat Gurvitch sich mit seinen eigenen Kompositionen und Interpretationen bekannter Werke, einen Namen gemacht. Unter anderem arbeitete er mit den Musikern des NDR Elbphilharmonie Orchesters und der Hamburgischen Staatsoper zusammen.

Heute gehört Leon Gurvitch zur neuen Generation von Komponisten, die auch Performer sind: („composer-performers“).  Sein Werkkatalog umfasst mittlerweile mehr als 400 Kompositionen. Der renommierte Verlag Boosey & Hawkes veröffentlicht seine Werke, die das Magazin PianoNews als „wirklich gelungen“ bezeichnete.

Leon Gurvitch wurde beim HANS – HAMBURGER MUSIKPREIS 2015 in der Kategorie „Musiker des Jahres“ nominiert. Viel Zeit verbrachte er auch in den USA, wohin er 2017 für ein Klavierrecital in der ehrwürdigen Carnegie Hall zurückkehrte. Gurvitch setzte auf Risiko, spielte Gershwin und eigene Werke – und eroberte sein Publikum in einem ausverkauften Saal.

2018 wurde er mit “Global Music Awards” (USA) für Solo Piano CD „Poetic Whispers” ausgezeichnet. 2019 fand Benefiz-Konzert „Leon Gurvitch & Friends“ zugunsten von UNICEF in der Berliner Philharmonie statt.

Auch das Genre der Filmmusik hat er sich gerade erobert: Für „Noah Land“ (Regie: Cenk Ertürk, Premiere bei Tribeca Film Festival, New York), eine deutsch-türkisch-amerikanische Produktion, steuerte er den orchestralen Soundtrack und ein CD-Album bei, der als Best Film Score im September 2019 von The Film Scorer bezeichnet wurde. Und noch ein neues Genre kommt hinzu. Denn am Theater Magdeburg waren in 2019 Ausschnitte aus seinen  „5 Dances in Old Style“ für Kammerorchester vertanzt – und zwar im Ballett „Dracula“ von Gonzalo Galguera.

Geboren wurde Leon Gurvitch 1979 als Sohn einer Pianistin im weißrussischen Minsk, wo er als Kind Geige, Klavier und Oboe lernte und an der Belarusian State Academy of Music ausgebildet wurde. Später studierte an der Hamburger Musikhochschule.
Leon gab mit 7 Jahren sein erstes Konzert. Wenig später folgten die ersten Kompositionen. Bereits mit 19 Jahren gründete Leon Gurvitch seine erste Jazz-Band in Minsk. 2000 hat er Stummfilme von Ernst Lubitsch am Klavier begleitet und arbeitete eng mit dem Goethe-Institut zusammen. Mit 22 Jahren gründete er seine eigene Gruppe Leon Gurvitch Project, mit dem er eigene Kompositionen spielte. Seine Reise über die Bühnen dieser Welt begann.

Am kommenden Freitag kommt Leon Gurvitch nun auch in unser Wohnzimmer, und zwar per Livestream. Ab 19 Uhr erklingen seine Melodien live aus Bechstein Center in Hamburg. Das Repertoire ist dabei vielfältig und besteht überwiegend aus eigenen Kompositionen. Aber es gibt auch eine kleine Überraschung für die Zuschauer. Was es genau ist, wird noch nicht verraten. Na gut, vielleicht ein kleiner Hinweis: Leon Gurvitch wird seine Improvisationskünste zeigen und das Publikum hat dabei das Sagen. Wie genau das dann klingt, können Sie am Freitag, 24.04. 2020 um 19 Uhr online bei Facebook  und bei www.bechstein.com erleben.  Sollten Sie aber jetzt schon neugierig sein, finden Sie Leon Gurvitch auch im Gespräch mit Raawi News in unserem Podcast.

Sandra Borchert