Bekannt ist sie nicht nur durch ihren Familiennamen und ihren Onkel Artur, Sharon Brauner. Geboren in eine Filmfamilie, machte sie sich schon zeitig auf, die Bretter, die die Welt bedeuten zu erobern. Aber nicht nur in der Filmindustrie machte sich die Berlinerin einen Namen – auch in der Musikwelt ist sie eine gefeierte Künstlerin. Für ihre Musik, ihre Ausstrahlung und ihre Menschlichkeit ist sie bekannt und gefeiert. Ihre Leidenschaft liegt dabei vor allem im Interpretieren von jiddischen Liedern, oder auch bekannten Liedern auf Jiddisch. Darunter auch der Song „Dance me to the end of love” von Leonard Cohen.

Wie jeder Künstler muss nun aber auch Sharon Brauner ohne Auftritte durch die Corona-Krise kommen und ist dabei kreativ geworden: „Ich dachte, ich hätte genügend Zeit zum Aufräumen,  eine neue Sprache zu lernen, oder Gitarre.“, sagte sie im Gespräch mit Raawi. Allerdings ist das mit der Konzentration und Ruhe, die man zum Italienisch lernen braucht, als Mutter eines 7-jährigen Jungen nicht so einfach. Kraft tankt die leidenschaftliche Gärtnerin in ihrem Garten in Berlin: „Ich bin so ‚extreme gardening‘. Da bin ich so drinnen und vergesse die Welt.  Wir haben Paprika, Mangold, Tomaten, Gurken. Es macht so einen Spaß, den Pflanzen beim Wachsen zuzuschauen.“

Aber so ganz ohne Bühne geht es auch trotz Corona nicht. Gemeinsam mit Sänger Karsten Troyke schloss sie sich dem Projekt „ArtistsAgainstCorona“ an. Wie das genau funktioniert, wollten wir wissen: „Das ist quasi wie ein Online – Kleinkunsttheater. Also, sowas wie Netflix, aber für Kleinkunst. Das sind so 20-30 Minuten zum Schnuppern. Wenn es einem dann gefällt und man gerade in guter Laune ist, dann kann man im Nachhinein ein Ticket ziehen. Also man bezahlt nicht erst und sieht es dann, sondern man schaut erst ob es einem gefällt und zahlt dann hinterher. Ein schönes Projekt.“

Beim Shopsystem arbeitet ArtistsAgainstCorona mit dem Hamburger Ticketing- und E-Commerce Spezialisten white label eCommerce zusammen, dabei gehen 80% des Ticketerlöses direkt an die Künstler, die dann frei wählen können, ob sie das Geld für ihren Lebensunterhalt benötigen oder ob sie damit ein bestimmtes Theater oder eine Organisation unterstützen möchten: „Es gibt so viele kleine Theater, die gerade gar nicht wissen wie es weitergehen soll. Ich möchte das Geld dann in die jeweiligen Kanäle, die es wirklich benötigen!“

Wir von Raawi unterstützen ArtistAgainstCorona. Sie können das Minikonzert von Sharon Brauner direkt unter dem Artikel betrachten. Wir wünschen dem Projekt viel Erfolg!!

 

 

 

 

© Foto: Benno Kraehahn