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„Der Kana’anit, der König von Arad, der im Süden wohnt, hörte, dass Israel gekommen war … und er begann den Kampf mit Israel“ (Bemidbar/Numeri 21:1).

Obwohl dieses Volk Amalek war, werden sie Kana’aniter genannt, da sie sich als Kana’aniter verkleidet hatten. Weshalb hatten sie das gemacht? Da sie hofften, die Tefillot (die Gebete) der Bnej Jisraejl unwirksam und kraftlos zu machen. (In der Torah steht, dass Amalek, als Synonym des Bösen, uns vernichten will, bis in die Ewigkeit. Deshalb sollen wir Amalek vernichten, bevor es uns vernichtet. Amalek heute ist der weltweite Antisemitismus).

Die Amalekiter hofften nämlich, dass die Bnej Jisraejl dawwenen (beten) würden, dass G“tt sie diese „Kana’aniter“ würde besiegen lassen. Obwohl G“tt unbestritten alles weiß und auch über das Verkleidungsmanöver der Amalekiter bestens im Bilde war, müssen wir in unseren Gebeten doch ganz genau sein.

Raw Schlomo Wolbe bringt die Ma’asse (Episode oder Geschichte) von Rabbi Akiwa Eger zur Sprache, der gebeten wird, für eine kranke Person zu dawwenen. Rabbi Akiwa Eger antwortete, dass seine Gebete nicht erhört würden. Vielleicht sei ein verkehrter Name genannt worden? Diese schien in der Tat der Fall zu sein.

Wir – für uns – sollten uns im Klaren sein, dass Dawwenen nicht nur ein Mittel ist, um das zu erhalten, was wir haben möchten.

Dawwenen heißt, drei Mal täglich in Emuna üben, dem wahren Glauben, dass wir vollkommen von Ha’Shem (G“tt) abhängig sind.

 

Author: © Oberrabbiner Raphael Evers | Raawi Jüdisches Magazin