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SICHERHEIT IM HAUS UND IN DER GEMEINSCHAFT: EIN VERSPRECHEN DER TORA

Lesezeit: 2 Minuten

Während des letzten Schabbats haben wir gelesen (Wajikra/Levitikus 26): “Wenn ihr meine Gesetze befolgt und meine Gebote treu haltet, werde ich euch Regen zur rechten Zeit geben, so dass die Erde ihren Ertrag bringt….. ihr euer Brot essen und sicher in eurem Land leben könnt. Ich will Frieden im Lande geben, und ihr sollt unbesorgt ruhen; Ich will das Land von wilden Tieren verschonen, und kein Schwert soll durch euer Land gehen”.

Was meint die Tora mit den Worten: und ihr sollt unbesorgt ruhen?  Schon der vorhergehende Vers verspricht, dass wir “sicher in unserem Land wohnen werden”. Worum geht es also bei dieser zusätzlichen Beracha (Segensspruch)?

Wir alle sind sehr besorgt. Die Welt befindet sich in einem Zustand der (Halb-)Pandemie und inmitten eines Krieges im “sicheren” Europa. Die Zukunft scheint äußerst ungewiss. Das gilt für jeden, der irgendwo in unserem “Global Village” lebt. 

Aber – für diejenigen von uns, die lebt in der Nähe des Kriegsgebiets, ist die Sorge viel realer und der tägliche Kampf um den Erhalt des Lebens.

 

Schauen wir uns die obigen Verse noch einmal an und fügen wir ihnen vielleicht eine zusätzliche Dimension hinzu:

–      Im ersten Vers wird uns zugesichert, dass wir “sicher in unserem Land wohnen werden” – diese Verheißung ist vielversprechend und wunderbar. Aber es wird noch nicht erwähnt, was anderswo in der Welt geschieht, was uns schlaflose Nächte bereiten könnte.

–      Dann kommt der zweite Teil der Beracha, der uns den Trost des “unbesorgten Ruhens” gibt, der weit über das “keine Probleme im eigenen Haus oder Land haben” hinausgeht.

An diesem Punkt dawwenen (beten) wir für beide. Wir sehnen uns danach, dass die unmittelbare Bedrohung unschuldiger Leben aufhört. Und dass die Welt insgesamt zu einem sichereren, friedlicheren Ort wird, an dem wir “unbesorgt schlafen gehen können”.

Oberrabbiner Raphael Evers

Mit freundlicher Genehmigung von Harav Biberfeld shelito von der Tchortkov Klois und der United Synagogues in Stamford Hill London

Armin Levy

Gründer und Chefredakteur von Raawi Verlag