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Constantin Ganß, Bundesvorsitzender des Jungen Forum der DIG: “Dieser Fall steht beispielhaft für die katastrophale Kommunikation der documenta15 nach außen.”

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Constantin Ganß, Bundesvorsitzender des Jungen Forum der DIG, reagiert auf das Statement der documenta in der taz, in der erklärt werden sollte, warum die zuvor durch das Junge Forum kritisierte Darstellung nicht antisemitisch sei:

“Dieser Fall steht beispielhaft für die katastrophale Kommunikation der documenta15 nach außen. Es hat sich nun außerdem herausgestellt, dass einfach Seiten aus der antisemitischen Broschüre des algerischen Frauenarchivs verschwunden sind. So fehlt mittlerweile die Seite, auf der zu sehen war, wie ein israelischer Soldat mit Hakennase von einer Frau zwischen die Beine getreten wird. Außerdem fehlen Seiten von “Pour que cesse le genocide” (zu deutsch: Damit der Völkermord aufhört), die darauf hinaus möchte, dass Israel einen Völkermord an den Palästinensern verüben würde, was absolut falsch und antisemitisch ist. Auch ein Schweinepappaufsteller mit Davidstern am Revers ist verschwunden. Wie kann es sein, dass die documenta sich immer erst äußert, nachdem etwas skandalisiert wurde? Ich frage mich: Wusste das neu geschaffene Expertengremium vom Abkleben von Teilen von Bildern und vom Entfernen von anderen Ausstellungsgegenständen? Ich wünsche mir vom Expertengremium Aufklärung und eine Auskunft darüber, ob es von den Vorgängen wusste. Wenn es noch mehr solcher Fälle gibt, wäre es an der Zeit, diese endlich offen zu kommunizieren und sich endlich glaubwürdig mit Antisemitismusvorwürfen auseinanderzusetzen. Das sollte eigentlich auch im Interesse der documenta15 sein.”

Sandra Borchert

Redaktion und Redaktionsleitung