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Ergebnisse der BZgA-Repräsentativbefragung bestätigen positive Einstellung zur Organspende

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Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“ setzt der bundesweite Tag der Organspende, der am 04. Juni 2022 in Mainz stattfindet, ein Zeichen für die Bedeutung der persönlichen Entscheidung.

Anlässlich des Tages der Organspende veröffentlicht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erste Ergebnisse ihrer Repräsentativbefragung „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2022“: Zentrales Ergebnis der Befragung ist, dass mit 84 Prozent ein Großteil der Befragten dem Thema Organ- und Gewebespende positiv gegenübersteht.

Prof. Karl Lauterbach, Bundesminister für Gesundheit: „Jede und jeder von uns kann schon morgen auf ein Spenderorgan angewiesen sein – sei es durch eine Krankheit oder einen Unfall. Dass 84 Prozent der Befragten der Organspende positiv gegenüberstehen, zeigt die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Ich wünsche mir, dass die persönliche Erklärung für jede und jeden zu einer Selbstverständlichkeit wird. Denn dadurch bekommen mehr Menschen auf der Warteliste die Chance auf ein zweites Leben. Nutzen Sie das vielfältige Informationsangebot und treffen Sie Ihre Entscheidung.“

Insgesamt haben 44 Prozent der Befragten ihre Entscheidung zur Organ- und Gewebespende schriftlich festgehalten – in einem Organspendeausweis sowie in einer Patientenverfügung oder in Form beider Dokumente. Weitere 17 Prozent haben eine Entscheidung getroffen, diese aber nicht schriftlich dokumentiert.

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): „73 Prozent derjenigen, die eine Entscheidung getroffen haben, stimmen einer Organ- und Gewebespende zu. Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Viele Spenden kommen jedoch nicht zustande, weil der Wille nicht eindeutig mitgeteilt wird. Umso bedeutsamer ist es, die Menschen zum Thema Organspende gut zu informieren. Unser Ziel ist, zu einer gut informierten Entscheidung beizutragen. Wichtig ist, diese zu dokumentieren, zum Beispiel in einem Organspendeausweis.“

Die Repräsentativbefragung liefert auch Erkenntnisse zu häufigen Fehlinformationen rund um das Thema Organspende: Bei der Befragung im Jahr 2020 gingen noch 50 Prozent der Befragten fälschlicherweise davon aus, dass es eine Altersgrenze für Organspenden gibt. Bei der aktuellen Befragung nahmen dies nur noch 35 Prozent irrtümlich an. Richtig ist, dass es keine feste Altersgrenze für eine Organspende gibt. So war der älteste Spender in Deutschland 98 Jahre alt.

Der Tag der Organspende am 04. Juni 2022 ist im Zuge der Aufklärungsarbeit eine wichtige Gelegenheit, um mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Der Aktionstag findet jährlich am ersten Samstag im Juni statt – in Mainz erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie wieder als Vor-Ort-Veranstaltung.

Die Stadt Mainz setzt in diesem Jahr mit einer Vielzahl an Aktionen in der Innenstadt ein Zeichen für die Organspende. Dazu zählen Infozelte auf dem Gutenbergplatz, der ökumenische Dankgottesdienst in der Kirche St. Quintin, die Aktion „Geschenkte Lebensjahre“ sowie Aktivitäten zum Thema Organspende in teilnehmenden Buchläden, Cafés, Apotheken und weiteren Geschäften.

Sandra Borchert

Redaktion und Redaktionsleitung