Die Shortlist für den Hamburger Buchhandlungspreis 2026 steht fest: Sieben inhabergeführte Buchhandlungen dürfen auf eine Auszeichnung hoffen. Drei von ihnen erhalten jeweils 5.000 Euro. Die Preisträger werden am 5. September im Literaturhaus Hamburg bekannt gegeben.
Seit 2014 zeichnet die Hamburger Behörde für Kultur und Medien alle zwei Jahre inhabergeführte Buchhandlungen aus, die sich in besonderer Weise für Literatur und das kulturelle Leben engagieren. Nun hat eine unabhängige Jury die sieben Kandidaten für den Buchhandlungspreis 2026 ausgewählt.
Diese Buchhandlungen stehen auf der Shortlist
Nominiert sind:
- Buchhandlung Blattgold in der Neustadt
- Buchhandlung Lutz Heimhalt in Fuhlsbüttel
- Bücherfuchs in Wedel
- Bücherstube Stolterfoht in Eimsbüttel
- Der Buchladen Bettina Meyer in Neugraben
- Frau Büchert in Eimsbüttel
- Buchhandlung im Schanzenviertel
Drei der nominierten Buchhandlungen werden mit einem Preisgeld von jeweils 5.000 Euro ausgezeichnet. Die Bekanntgabe erfolgt am 5. September 2026 ab 21.30 Uhr beim Ausklang der „Langen Nacht der Literatur“ im Literaturhaus Hamburg.
Orte der Begegnung und des freien Diskurses
Mit dem Buchhandlungspreis würdigt die Stadt nicht allein die wirtschaftliche Leistung unabhängiger Buchhandlungen. Im Mittelpunkt steht vielmehr ihre Bedeutung als Orte der Literaturvermittlung, der persönlichen Beratung und des gesellschaftlichen Austauschs.
Hamburgs Kultur- und Mediensenator Carsten Brosda betonte, der unabhängige Buchhandel biete gerade in herausfordernden Zeiten Orientierung und eröffne die Möglichkeit, andere Perspektiven kennenzulernen. Das Engagement der Buchhändlerinnen und Buchhändler für eine vielfältige Literaturlandschaft sowie einen freien und offenen Diskurs verdiene besondere Anerkennung.
Über die diesjährigen Nominierungen entschieden Dr. Thomas Andre vom „Hamburger Abendblatt“, Dr. Antje Flemming vom Literaturhaus Hamburg, Volker Petri vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Frauke Untiedt von den Bücherhallen Hamburg und Bede Lüdemann von der 2024 ausgezeichneten Buchhandlung Lüdemann.
Trauer um Frank Bartling
Überschattet wird die diesjährige Preisvergabe vom Tod des Buchhändlers Frank Bartling. Er verstarb kurz nach der Nominierung der Bücherstube Stolterfoht, die er seit 1997 geführt hatte.
Carsten Brosda würdigte Bartling als einen „Buchhändler mit Leib und Seele“, der die Bücherstube zu einem besonderen Ort gemacht habe. Sein Tod sei ein großer Verlust für die Hamburger Kulturlandschaft. Das Mitgefühl des Senators gelte Bartlings Angehörigen und allen Menschen, die ihm verbunden waren.
Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg
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