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Volkstrauertag 2022 – Hamburg gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

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Volkstrauertag 2022

Hamburg gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Die Hamburgische Bürgerschaft und der Hamburger Senat haben am heutigen Volkstrauertag der Opfer von Krieg, NS-Gewaltherrschaft und Terrorismus auf der ganzen Welt gedacht. Die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft Carola Veit und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank legten an dem Internationalen Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und am Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ Kränze nieder. Anschließend fand eine Zentrale Gedenkstunde in der Hauptkirche St. Michaelis statt.

 

Foto: © Senatskanzlei / Michael Zapf
Foto: © Senatskanzlei / Michael Zapf

 

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit sagte in ihrer Rede in Neuengamme: „Seit 262 Tagen erleben wir, was Krieg in Europa für uns bedeutet. Der Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine verursacht so viel menschliches Leid. Es ist ein Angriff auf Freiheit, Demokratie und alle Werte, die sich die Weltgemeinschaft nach 1945 gegeben hat. Indem wir die Ukrainerinnen und Ukrainer unterstützen und die Auswirkungen des Krieges gemeinsam als Gesellschaft meistern, kämpfen wir für diese Werte. Das ist alternativlos, wollen wir nicht das „Nie wieder“, dass uns zum Leitgedanken am Volkstrauertag geworden ist, aufgeben. Gerade in diesen schweren Zeiten kann unser Bestreben nur sein, unser Leben auch künftig in Freiheit und Frieden zu gestalten. Das ist das essenzielle Vermächtnis der Opfer des KZ Neuengamme, nach dem wir unser heutiges Handeln ausrichten.“

Während der Zeremonie in Neuengamme sprach auch Franciska Henning, Nachfahrin des Widerstandkämpfers Georg Kieras, der Häftling im KZ Fuhlsbüttel war.

 

Foto: © Senatskanzlei / Michael Zapf
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Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank betonte in ihrer Rede am „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“: „Dieser Ort steht für unfassbares Leid. Wir sind hier, um uns daran zu erinnern, was tausenden Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma widerfahren ist, die von hier aus in Ghettos und Konzentrationslager deportiert wurden. Niemals dürfen wir das vergessen. Es ist heute und jeden Tag unsere Aufgabe, an diese und Millionen von Menschen zu denken, die Opfer von Krieg und Gewalt geworden sind. Wir stehen hier zusammen um für Frieden und Freiheit, gegen Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung einzutreten.“

 

Foto: © Senatskanzlei / Michael Zapf
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Weiterer Redner am Gedenkort am Hannoverscher Bahnhof war Stefan Romey, der Vorsitzende der Hamburger Stiftung Hilfe für NS-Verfolgte.

Zur Zentralen Gedenkstunde in der Hauptkirche St. Michaelis, an der auch Hamburgs Zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank, teilnahm, begrüßten Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und die Vorsitzende des Hamburger Landesverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Karen Koop, die Gäste. Die Gedenkrede hielt Prof. Dr. Ursula Schröder, wissenschaftliche Direktorin am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit sprach im Anschluss das Totengedenken.

Der Volkstrauertag 2022 wurde, wie in den vergangenen Jahren, in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geplant und durchgeführt.

 

© Pressestelle des Senats

Foto: © Senatskanzlei / Michael Zapf