Die dritte Staffel der israelischen Spionageserie Tehran über die israelisch-persische Mossad-Agentin Tamar Rabinyan (gespielt von Niv Sultan) lief bereits im vergangenen Jahr in Israel – und wurde dort von Kritikern gefeiert.
Internationale Zuschauerinnen und Zuschauer mussten sich jedoch länger gedulden. Nicht wegen eines Cliffhangers in der Handlung, sondern weil Apple TV+, das die Serie gemeinsam mit dem israelischen Sender KAN11 produziert, den geplanten weltweiten Start vorerst aussetzte. Als Grund galt die angespannte politische Lage im Nahen Osten nach dem Israel-Hamas-Krieg, der auch die Wahrnehmung politischer Thriller mit Iran-Bezug sensibler machte.
Nun hat das Warten (fast) ein Ende – und es gibt gleich doppelt gute Nachrichten:
Die dritte Staffel von Tehran startet international am 9. Januar 2026 auf Apple TV+ und die Serie wurde bereits offiziell um eine vierte Staffel verlängert.
Die neuen Folgen erscheinen wöchentlich: Die erste Episode kommt am Freitag, dem 9. Januar, weitere folgen jeweils freitags bis zum 27. Februar. Neben Sultan kehren Shaun Toub und Shila Ommi zurück. Neu dabei sind unter anderem Bahar Pars, Phoenix Raei sowie Sasson Gabay, bekannt aus Shtisel und Kugel. Gabay spielt Nissan, einen weiteren Mossad-Agenten, der nach Teheran entsandt wird, um Tamar zu stellen, nachdem sie in Staffel zwei ihre engste Verbündete verloren hat und zunehmend isoliert ist. In Interviews betonte Gabay, wie intensiv die Zusammenarbeit mit Sultan gewesen sei – inklusive des Lernens der persischen Sprache für seine Rolle.
Nach dem Gastauftritt von Glenn Close in Staffel zwei ist in der dritten Staffel Hugh Laurie zu sehen. Laurie, der selbst Fan der Serie ist, verkörpert Eric Peterson, einen südafrikanischen Nuklearinspektor, der im Iran eingesetzt wird – eine Figur, die die internationale Dimension des iranischen Atomkonflikts widerspiegelt.
In einem Interview mit dem israelischen Fernsehen versprach Sultan bereits im vergangenen Jahr, dass Staffel drei das Tempo und die Spannung noch einmal deutlich anziehe. Der Trailer deutet tatsächlich auf eine besonders dichte Mischung aus Intrigen, persönlichem Drama und politischem Thriller hin.
Aktuelle Einordnung: Iran heute
Die Serie erscheint in einer Zeit, in der der Iran weiterhin im Zentrum geopolitischer Spannungen steht. Das Land sieht sich nach wie vor harten internationalen Sanktionen ausgesetzt, die Wirtschaft leidet unter Inflation und Währungsverfall. Gleichzeitig dauern innenpolitische Spannungen an: Protestbewegungen, insbesondere von Basarverkäufern, Frauen und jungen Menschen, werden weiterhin stark unterdrückt, während der Staat seinen sicherheitspolitischen Kurs verschärft hat.
Auch das iranische Atomprogramm bleibt ein zentraler Streitpunkt zwischen Teheran und dem Westen, da Verhandlungen über eine Neuauflage des Atomabkommens seit geraumer Zeit festgefahren sind. Vor diesem Hintergrund wirkt Tehran für viele Zuschauer nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als fiktionale Spiegelung realer Machtkonflikte, Geheimdienstoperationen und moralischer Grauzonen.
Blick nach vorn: Staffel vier
Die vierte Staffel befindet sich bereits in Produktion. Medienberichte aus Israel zufolge begannen die Drehbucharbeiten schon im Sommer, etwa zeitgleich mit der Geburt von Sultans erstem Kind, Tochter Neta. Gedreht wird – wie bereits bei Staffel drei – erneut in Griechenland. Geplant sind mehrere neue Figuren, darunter auch russische Charaktere sowie zwei israelische Männer namens Roee und Idan.
Bis dahin freuen sich Fans darauf, mit Staffel drei erneut in die düstere, hochspannende Welt von Tamar Rabinyan einzutauchen – eine Welt, die erschreckend nah an der politischen Realität unserer Gegenwart liegt.
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