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CEM ÖZDEMIR ERHÄLT LEO-BAECK-PREIS 2022

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Cem Özdemir wird für sein langjähriges, herausragendes Engagement für ein liberales und aufgeklärtes Deutschland ausgezeichnet. Sein Einsatz gegen Antisemitismus sowie sein Einstehen für die jüdische Gemeinschaft und den Staat Israel sind dabei ebenso zu würdigen, wie sein Bekenntnis zur freien Religionsausübung.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, erklärt:

„Cem Özdemir steht für ein modernes, zukunftsgewandtes und weltoffenes Deutschland. Mit großem Engagement setzt er sich für die jüdische Gemeinschaft ein und wendet sich beherzt gegen jeden Antisemitismus – auch wenn dieser sich ein Tarnmäntelchen der Kritik am Staat Israel übergeworfen hat. Dabei vergisst er die historische Verantwortung Deutschlands nicht.  Für die jüdische Gemeinschaft ist die grundgesetzlich verbriefte Religionsfreiheit ein hohes Gut. In Zeiten, in denen wir erleben, wie die ungestörte Religionsausübung mitunter in Frage gestellt wird und das Einstehen für die freie religiöse Entfaltung vielen nicht mehr wichtig erscheint, beweist Cem Özdemir Haltung.“

Mit dem Leo-Baeck-Preis, der an den Rabbiner Leo Baeck sel. A. erinnert, ehrt der Zentralrat der Juden seit 1957 Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehören die Bundespräsidenten a. D. Richard von Weizsäcker (1994), Roman Herzog (1998) und Christian Wulff (2011), Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel (2007) und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. 2019 erhielt der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, Dr. Mathias Döpfner, den Preis. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert.

 

© Foto: Raimond Spekking / Wikipedia

Sandra Borchert

Redaktion und Redaktionsleitung