Ministerin Schüle: Wir stehen zur Zusage, ein Synagogen- und Gemeindezentrum in Potsdam zu bauen

Das Land Brandenburg hat den gemeinsamen Vertrag mit der Jüdischen Gemeinde Stadt Potsdam und der Synagogengemeinde Potsdam zur Errichtung einer Synagoge vom 07. November 2018 gekündigt.

Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Schüle: „Im 30. Jahr der Wiedergründung der ersten jüdischen Gemeinden im Land Brandenburg haben die Jüdinnen und Juden einen Anspruch auf ein religiöses und kulturelles Zentrum im Herzen der Landeshauptstadt. Im April dieses Jahres haben wir unsere Zusage bekräftigt, das Synagogen- und Gemeindezentrum zu bauen. Insbesondere viele ältere Gemeindemitglieder sehnen sich nach langem Warten danach, die Fertigstellung ihrer Synagoge erleben zu können. Ich stehe weiterhin zu diesem Projekt“, so Ministerin Schüle. „Nach der Kündigung der gemeinsamen Vereinbarung aus dem Jahr 2018 durch die Jüdische Gemeinde Stadt Potsdam kann die ursprüngliche Zielsetzung, die Synagoge zusammen mit den beiden Gemeinden zu bauen, nicht mehr erreicht werden. Wir werden jetzt prüfen, wie der angestrebte Synagogenbau umgesetzt werden kann und welche Schritte hierzu notwendig sind. Wichtig ist und bleibt: Wir bauen die Synagoge für alle Jüdinnen und Juden.“

Die Landesregierung stellt das Grundstück in der Potsdamer Schloßstraße 1 sowie 8 Millionen Euro bereit, damit dort ein Synagogen- und Gemeindezentrum entstehen kann. Grundlage des Baus ist der Vorentwurf des Berliner Architekten Jost Haberland. Die Jüdische Gemeinde Potsdam hat mit Schreiben vom 05. Juni 2020 die Vereinbarung zwischen dem Land Brandenburg und der Jüdischen Gemeinde Stadt Potsdam sowie der Synagogengemeinde Potsdam vom 07. November 2018 gekündigt.