Der Zentralrat der Juden in Deutschland feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen: Am 19. Juli 1950 wurde er in Frankfurt/M. gegründet. Dieses Jubiläum soll nun so gewürdigt werden, wie es  unter Corona-Bedingungen angemessen ist: digital und modern.

 

Sieben Jahrzehnte werden bis zum Jahresende in sieben Formaten zum Leben erweckt. Den Start macht eine neue Podcast-Reihe des Zentralrats der Juden: „Schon immer Tachles“. Unter diesem Titel wird sich etwa alle drei Wochen Philipp Peyman Engel , CvD Online der „Jüdischen Allgemeinen“, mit einem prominenten Gast unterhalten. An diesem Donnerstag, 9. Juli 2020, macht er mit Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster den Auftakt. Sie werden über den Neuanfang des jüdischen Lebens in Deutschland nach 1945 und heutige Herausforderungen für den Zentralrat sprechen.  Ein weiterer Podcast folgt am 16. Juli 2020 mit der Filmproduzentin Alice Brauner.

Zum Zentralrats-Jubiläums erklärt Dr. Schuster:

„Was nach der Schoa als Provisorium startete, ist heute integraler Bestandteil der deutschen Gesellschaft. Das jüdische Leben gehört dazu. Wir sind in Deutschland zuhause. Zugleich beobachten wir aufmerksam die politische und gesellschaftliche Entwicklung des Landes. Wie in den vergangenen Jahrzehnten werden wir auch künftig unsere Stimme erheben, wenn es nötig ist – wenn die Rechte der jüdischen Gemeinschaft oder anderer Minderheiten sowie demokratische Grundrechte gefährdet sind. Wir reden nicht um den heißen Brei, sondern Tachles, schon immer.“

 

Weitere Gesprächspartner in der Podcast-Reihe werden u. a. die Historiker Prof. Michael Brenner und Dr. Hermann Simon, die Schauspielerin Susan Sideropoulos und der Publizist Henryk M. Broder sein. Dabei wird es um die Diversität der jüdischen Gemeinschaft gehen, die von Einwanderern geprägt ist. Weitere Veranstaltungen folgen. Wir von Raawi News werden Sie darüber rechtzeitig informieren

 

Infos zur Geschichte des Zentralrats der Juden und zur jüdischen Einwanderungsgeschichte seit 1945 finden Sie hier.