Der knapp 1,9 Hektar große Jüdische Friedhof Altona ist der älteste jüdische Friedhof im heutigen Hamburg und der älteste portugiesisch-jüdische Friedhof in Nordeuropa.

 

 

Wegen seines Alters und seiner einzigartigen Grabkunst wurde er 1960 unter Denkmalschutz gestellt. Wissenschaftler fordern seit einigen Jahren seine Aufnahme in das Weltkulturerbe der UNESCO, zusammen mit den jüdischen Begräbnisstätten auf Curaçao, Jamaika und in Surinam. Nach der Nominierung zum Weltkandidaten wird der Jüdische Friedhof Altona in einer seriellen Bewerbung zusammen mit dem Portugiesenfriedhof Ouderkerk aan de Amstel (bei Amsterdam) frühestens Anfang 2017 den Antrag bei der UNESCO stellen.In den 1870er Jahren fanden ungefähr 9.000 Bestattungen statt, 2.000 auf dem portugiesisch-jüdischen Areal, 7.000 auf dem deutsch-jüdischen Teil. Komplett oder in Fragmenten erhalten sind über 6.000 deutsche und 1.600 portugiesische Steine.

Der Friedhof ist Eigentum der Jüdischen Gemeinde Hamburg. Das Denkmalschutzamt verantwortet die Restaurierung der Steine, das Institut für die Geschichte der deutschen Juden erforscht den Friedhof in Zusammenarbeit mit dem Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut in Duisburg und die Stiftung Denkmalpflege betreut das Eduard-Duckesz-Haus und das Besuchs- und Weiterbildungsprogramm. 

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ÖFFNUNGSZEITEN
Jüdischer Friedhof Altona
Königstraße 10a
Friedhof, Eduard-Duckesz-Haus und Bibliothek
April – September
Dienstags, Donnerstags 15 – 18 Uhr, Sonntags 14 – 17 Uhr
Oktober – März
Dienstags, Donnerstags, Sonntags 14 – 17 Uhr
und nach Vereinbarung
außer an gesetzlichen und jüdischen Feiertagen