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Hamburger Schülerinnen und Schüler haben im ersten Lockdown gemeinsam mit einem Zeitzeugen den Podcast „Young meets old“ über seine Kindheit der NS-Zeit produziert – nun wurde das mehrteilige Projekt für den alternativen Medienpreis nominiert.

Hamburger Schülerinnen und Schüler haben im ersten Lockdown gemeinsam mit einem Zeitzeugen den Podcast „Young meets old“ über seine Kindheit der NS-Zeit produziert

Die Vorjury des Alternativen Medienpreises hat den Podcast „Young meets old“ aus einem starken Bewerberfeld für die renommierte Auszeichnung vorgeschlagen. Insgesamt seien 258 Beiträge für den bundesweiten Wettbewerb eingereicht worden, teilte die Journalistenakademie, die den Wettbewerb ausrichtet, mit. Welcher von den verbleibenden 34 Beiträgen sich in den fünf Kategorien durchsetzt wird, wird am Freitag, 21. Mai 2021, ab 19 Uhr auf dem YouTube-Kanal der Journalistenakademie live gestreamt. Der Podcast „Young meets old“ ist in der Kategorie „Geschichte“ nominiert.

Schülerinnen und Schüler aus vier Hamburger Schulen hatten das Projekt im ersten Lockdown mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung und von Hamburgs Bürgersender TIDE aufgezeichnet. Die Jugendlichen aus der Stadtteilschule Bergedorf, dem Friedrich-Ebert-Gymnasium, dem Gymnasium Blankenese und dem Goethe-Gymnasium haben online dem 89-jährigen Hamburger Buchautoren Claus Günther Fragen zu seinen persönlichen Erinnerungen an den Nationalsozialismus gestellt. Grundlage für den intergenerationalen Dialog ist das Buch „Heile, heile Hitler“ von Claus Günther, aus dem er für den Podcast auch vorgelesen hat.

Durch die beharrliche Neugier der Jugendlichen beim Aufeinandertreffen der Generationen wird Geschichte lebendig, greifbar und konkret. Gleichzeitig ist das Kooperationsprojekt von TIDE und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg ein Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus der Gegenwart.

Der siebenteilige Podcast ist online abrufbar: www.tidenet.de/young-meets-old
Link zum YouTube-Kanal der Journalistenakademie: www.youtube.com/user/Journalistenakademie

 

© Foto: Csaba Nagy