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Trotz des schwierigen Corona-Jahrs entwickeln sich der Innovationsstandort und die Startup-Metropole Hamburg positiv. 2020 gab es 218 neue Startup-Gründungen. Besonders in den Bereichen Software, eCommerce, Lebensmittel und Medizin entstanden neue Unternehmen. Somit gibt es mittlerweile 1.271 aktive Startups in Hamburg. Und auch das Jahr 2021 beginnt vielversprechend: Bis Ende Januar gründeten sich bereits 5 neue Startups.

In Zeiten von Corona

Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft und Innovation: „Dass es selbst im Corona-Krisenjahr 2020 218 Startup-Neugründungen in Hamburg gab, zeigt, dass die seit Jahren verfolgte Innovations-Strategie und Startup-Förderung des Senats Früchte trägt. Zusätzlich haben wir gezielte Hilfen für Startups und wachstumsorientierte kleine und mittelgroße Unternehmen auf den Weg gebracht, die ihnen gut durch die schwere Zeit helfen sollen. Dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird, hat der Senat mit der Ausweitung des Corona Schutzschirms und der Verlängerung und Aufstockung des Corona Recovery Fonds sichergestellt.  Besonders freut es mich, bereits in den ersten 21 Tagen des neuen Jahres fünf neue Startups am Standort Hamburg begrüßen zu dürfen. Hamburg bleibt als Gründungsstandort auch in Krisenzeiten hochattraktiv.“

Dass Hamburg in der Spitzengruppe der Startup-Gründungen, besonders in den Zukunftsfeldern wie Software, eCommerce, Food und Health Care liegt, gründet sich vor allem auf die seit Jahren forcierte Innovations- und Gründungsstrategie der Stadt Hamburg. Bereits zu Beginn der Coronakrise hat der Senat Startups im Rahmen der Corona Soforthilfe mit Zuschüssen („HCS Modul InnoStartup“) unterstützt. Im Krisenjahr 2020 wurde zudem der Corona Recovery Fonds aufgelegt. Durch diesen können langfristige Risiko und Eigenkapitalfinanzierungen für innovative Startups und wachstumsorientierte kleine Mittelständler realisiert werden. Aufgrund der weiterhin anhaltenden Pandemie wurde der Corona Recovery Fonds bis zum 30. Juni 2021 verlängert und das Fördervolumen von 50 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro aufgestockt. Darüber hinaus zählt der Innovationsstarter Fonds bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) zu aktivsten Investoren in Hamburg.

Die Zahlen an Neugründungen im Jahr 2020 stimmen positiv: Seit der letzten Erhebung im September 2020 gründeten sich 18 Startups neu und 29 zogen in die Hansestadt. Dass jedoch das Corona-Jahr 2020 auch nicht spurlos an den bereits bestehenden Hamburger Startups vorbei ging, zeigt die Zahl an Liquidierungen, Umzügen und inaktiven Unternehmen: Insgesamt 79 Startups betraf einer dieser Umstände seit dem September 2020. Wegen der ausgesetzten Insolvenzanmeldungspflicht bleibt abzuwarten, wie sich insbesondere kleine Firmen entwickeln, die sich ohne größere Investoren weitgehend über Eigenmittel finanzieren. Seit dem Jahr 2013 gibt es jedoch beständiges Wachstum im Bereich der Startup-Gründungen, im Vergleich zu 2019 wurden 2020 zehn Startups mehr gegründet.

 

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