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Das Lichterfest: ein Beitrag von Shelly Meyer

Lesezeit: 2 Minuten
Hamburg, Chanukka 5783/2022
Chanukka ist das Fest, wo wir in dunklen Zeiten ein Lichtblick finden. Manchmal ist man in Lebenslagen, die einem vorkommen wie eine Zwickmühle. Man muss sich für einen Weg entscheiden. Nehme ich nun den Pfad nach rechts oder doch nach links? Und genau dann, wenn die Situation aussichtslos erscheint, eröffnen sich einem neue Wege – ganz wie durch ein Wunder. Chanukka ist das Fest der Wunder aber auch das Fest des Lichts.
Licht besteht zum einen aus dem Element Feuer – auf Hebräisch nennen wir es ESCH. Es erhellt die Dunkelheit und wärmt bei Kälte. Aber um überhaupt ein Feuer entfachen zu können, benötigen wir nur eine kleine Flamme, die zunächst knistert und bläulich schimmert, bis sie erstrahlt und sich als Feuer ausbreitet.
Shelly Meyer | Foto: © Armin Levy
Shelly Meyer | Foto: © Armin Levy

Kennen Sie dieses Gefühl der knisternden vorfreudigen Aufregung in Alltagssituationen, wie wenn Sie neue Wege anstreben, neue zwischenmenschliche Beziehungen schließen oder eine wichtige Aufgabe bevorsteht?

Genau das ist ESCH.
Jede und Jeder von uns hat diese eine kleine Flamme, die er oder sie in sich trägt und wenn sie entfacht, ist es die eigene Verantwortung zu schauen, wie dieses ESCH verwendet wird. Denn die Flamme, die wir in uns tragen ist gleichzeitig auch unser Ansporn, unsere Motivation und die wichtigste Energieressource. Die Energie, die wir als Möglichkeit nutzen können, um gemeinsam eine hellere Zukunft zu gestalten.
Deshalb freut es mich um so mehr, dass wir heute gemeinsam als jüdische Gemeinschaft und Gemeinde mitten in der Hamburger Innenstadt die erste Chanukkakerze zünden. Denn das Licht der ersten Kerze steht symbolisch für die Chance die eigene kleine Flamme wahrzunehmen und sie Tag für Tag zu vergrößern, um neue Kräfte zu sammeln und mit frischem Wind, Elan und Enthusiasmus die Zukunft mit Wärme zu füllen.
Chag Chanukka Sameach!

 

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