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Avraham blieb standhaft in seinem Glauben

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Avraham davvente (betete) trotz allem weiter, auch wenn seine Bitte nicht erfüllt wurde

In der Parscha dieser Woche, „Wajera“, lesen wir unter anderem, wie Avraham mit HaSchem (G’tt) streitet und versucht, Ihn zu beeinflussen, Sedom und vier andere Städte nicht zu zerstören. Das gelingt ihm nicht. Am Ende der Episode schreibt die Tora: „Und Avraham kehrte an seinen Platz zurück“.

 Was will uns die Tora damit sagen?

Wir beten mit vielen Wünschen auf unserem Wunschzettel

Wir bitten G’tt regelmäßig um viele Dinge und investieren viel Energie und Zeit in unsere Gebete, damit unsere Bitten erhört werden. Aber manchmal lautet die Antwort – trotz aller Bemühungen – immer noch „nein“. Wir bekommen nicht das, was wir wollen oder worum wir gebeten haben.

Der Mitpalel (Davvener, Betender) wird enttäuscht. Wir lassen in unserer Kawana (Andacht) nach, wir verlieren die Konzentration in unseren Gebeten. Aber genau das ist es, was wir aus dieser Parscha lernen sollten. Wir müssen erkennen, dass G’tt uns einige Dinge verweigert, weil es besser für uns ist.

 

Avraham ging immer weiter

Avraham Awinu (unser Erzvater) bekam nicht, was er wollte – die fünf Städte wurden zerstört. Dennoch schreibt die Tora: „Avraham kehrte an seinen Platz zurück“. Das bedeutet, dass er zu G’tt zurückkehrte, um dort weiterzumachen, wo er begonnen hatte, um G’tt weiterhin in allem zu dienen, um Ihm weiterhin zu vertrauen und auf Ihn zu hören.

Nur HaSchem weiß, wer was braucht

Es ist auch wichtig, dass wir an G’tt festhalten, auch wenn wir nicht bekommen, worum wir bitten, denn der Mensch weiß nicht immer genau, worum er bittet und ob es gut für ihn ist. Nur G’tt kennt unser Leben von Anfang bis Ende. Nur er weiß, wer was braucht, wann und in welchem Umfang.

Bleiben Sie stark im Gebet an HaSchem!

 

© Oberrabbiner Raphael Evers

Foto: © Rembrandt: „Der Engel verhindert die Opferung Isaaks“

Armin Levy

Gründer und Chefredakteur von Raawi Verlag