Österreich wird den Nachkommen von Holocaust-Opfern ab 1. September die Einbürgerung ermöglichen, teilte die Botschaft des Landes in Israel am Sonntag mit.

Vor einer Änderung des österreichischen Staatsbürgerschaftsrechts, die im vergangenen September ratifiziert wurde, hatten nur Überlebende Anspruch auf die Staatsbürgerschaft, und auch nur dann, wenn sie Österreich aufgrund der Verfolgung durch die Nazis vor Mai 1945 verlassen hatten.

Ynet berichtet, dass Zehntausende Israelis nun unter der neuen Regelung Anspruch auf die österreichische Staatsbürgerschaft haben werden. Das Antragsverfahren wird kostenlos sein.

Die Änderung steht “im Einklang mit Österreichs anhaltenden Bemühungen um Versöhnung mit all jenen, die unter dem totalitären Nazi-Regime in Österreich gelitten haben”, heißt es auf der Website der österreichischen Regierung.

Normalerweise verlieren Österreicher ihre österreichische Staatsbürgerschaft, wenn sie die Staatsbürgerschaft in einem anderen Land beantragen.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat in den letzten Jahren sehr enge Beziehungen zum israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geknüpft.