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Preisverleihung – Hackathon gegen Antisemitismus 2022

Lesezeit: 2 Minuten

Bei der Preisverleihung des ersten bundesweiten Hackathons gegen Antisemitismus am gestrigen Abend, wurden die Preise and die  Gewinnerinnen von der zweiten Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank überreicht.

Co-Initiatorin Wencke Stegemann hat angekündigt, dass der Hackathon gegen Antisemitismus 2023 in der Schleswig-Holsteinischen Stadt Kiel stattfinden wird.

 

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Gleichstellungssenatorin | Foto: © Armin Levy
Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Gleichstellungssenatorin | Foto: © Armin Levy

 

Anna Staroselski Präsidentin der JSUD - Jüdische Studierendenunion Deutschland und Vizepräsidentin der DIG - Deutsch-Israelische Gesellschaft | Foto: © Armin Levy
Anna Staroselski Präsidentin der JSUD – Jüdische Studierendenunion Deutschland und Vizepräsidentin der DIG – Deutsch-Israelische Gesellschaft | Foto: © Armin Levy

 

 

© Armin Levy

 

 

1. Platz Technik: Agathe App

Agathe App – Ein Textanalyse Tool

von Antonella D’Avanzo, Sabrina Sarkodie-Gyan, Susanne Molter

Problem

In der deutschen Sprache gibt es zahlreiche Lehnwörter, die aus dem Jiddischen stammen. Viele davon sind im Deutschen negativ konnotiert. Diese Konnotation wurde den Begriffen jedoch erst mit ihrer Entlehnung in die deutsche Sprache zugeschrieben.

Lösung

Mit Hilfe unseres Web-Tools werden in geschriebenen Texten jiddische Wörter gefunden und markiert. Dem Autor/der Autorin wird die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs angegeben und ggf. eine Alternative/ein Synonym vorschlagen.

Code

Link zur git Repository: https://github.com/anto-d/agathe-app

1. Platz digitale Bildung: was wa(h)r

Was wa(h)r – Online-Recherche zu Familiengeschichte Täter*innen-Nachfahren

von Lena Voelk, Yvonne Rieck, Lucas Oswald

Projektidee

was wa(h)r bietet dir die Möglichkeit, dich mit deiner Familiengeschichte während der NS-Zeit auseinanderzusetzen. Dafür haben wir mehr als 70 Archive gesammelt, welche Informationen über den eigenen Familienhintergrund zwischen 1933 und 1945 bieten können. Damit sollen Geschichtsbilder entzerrt und Fakten in Zusammenhang mit persönlichen Geschichten gebracht werden. Mit diesem Projekt möchten wir unter anderem antisemitischen Tendenzen in Deutschland entgegenwirken.

 

2. Platz digitale Bildung: From jew to you

From Jew to you – Online-Begegnungsprojekt

von Marc Ginzburg, Michael Oliel, Lev Mulik, Elias Shemaryahu

Projektidee

“From Jew To YOU” ist ein gemeinnütziges Projekt, welches sich um die Aufklärung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bemüht und manifestiert wurde durch die Zusammenarbeit von:

Eine kompetentere Gesellschaft, welche sich nicht auf Ihre Stereotypen und Erfahrungen gegenüber Juden einschränkt, also auch eine Gesellschaft, die nicht mehr für antisemitische Gedanken anfällig ist.

 

Special Engagement Preise: Künstliche Intelligenz von Alexander Ermakov

Datenanalyse und AI

von Alexander Ermakov

AI – basiertes Analysetool in Bezug auf Antisemitismus für Audiobeiträge 

Projektidee

Artificial Intelligence, Natural Language Processing und Datenanalyse ermöglichen Kämpfern gegen Antisemitismus Judenhass in riesigen Datenmengen im digitalen und medialen Raum zu identifizieren und zu verarbeiten.

Diesen Kämpfern soll ein schnell und einfach aufzusetzendes, leicht zu bedienendes Werkzeug zur Verfügung gestellt werden, das online wie auch auf eigenen Rechnern mit knappen Ressourcen funktioniert und gleichzeitig die emotional oft schwere direkte Auseinandersetzung mit Judenhass “wegdigitalisiert”.

Um das zu erreichen werden Jupyter Notebooks – komplexer Code, der mit wenigen Clicks direkt im Webbrowser läuft – bereitgestellt, die unter anderem stundenlange Radiofeatures sofort transkribieren oder negative Emotionen, Aussagen und Tonlagen zu Israel durch Sentiment Mining in einzelnen Radiobeiträgen oder ganzen Mediatheken identifizieren und quantifizieren können.

 

Armin Levy

Gründer und Chefredakteur von Raawi Verlag