In Berlin entsteht der größte jüdische Campus in Deutschland. Auf rund 8000 Quadratmetern und sieben Etagen, umgeben von Parkanlagen, soll er barrierefrei sein und alles bieten, was sich für einen modernen Campus gehört. Darunter auch eine   Kinderkrippe, Kindergarten, Schule, Jugendklub, Sport- und Freizeitzentrum und einen Saal für Feste. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zur Synagoge wird eine wichtige Verbindung zur jüdischen Gemeinschaft für Kinder und ihre Familien ermöglicht.

Am 01.03.2020 fand bereits das Richtfest statt. Daran nahmen Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz sowie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) teil. Finanziert wird das Projekt unter anderem mit Mitteln des Bundes, des Landes, aus Privatspenden und aus Stiftungsmitteln wie der Stiftung Lebendige Stadt oder der Berliner Sparkassenstiftung. Wir von Raawi – jüdisches Magazin wollten mehr über dieses Megaprojekt wissen und haben uns kurzum mit Rabbiner Yehudah Teichtal getroffen:

 

Raawi: Rabbiner Teichtal, Sie sind 1996 nach Berlin gekommen. Wie hat sich das jüdische Leben in der Stadt seitdem verändert? 

Rabbiner Teichtal: Das jüdische Leben hat sich drastisch zum Besseren verändert. Natürlich gab es auch vor 24 Jahren schon eine jüdische Infrastruktur hier. Heute ist sie aber noch stärker als damals. Wir haben mittlerweile 75 Mitarbeiter, drei Kitas, eine Grundschule, eine Oberschule und ein Zentrum für Studenten hier. Die Synagoge, in der wir uns befinden, war sogar nominiert für den deutschen Architekturpreis.

Jetzt befindet sich ein neues Projekt im Aufbau. Was genau ist das? 

Jetzt bauen wir gerade den jüdischen Campus. Der Aufbau wird sehr durch die Bundesregierung, das Land Berlin und diverse Stiftungen unterstützt.

Wie genau kann ich mir den jüdischen Campus vorstellen? Für wen ist er gedacht…..

 

 

 

 

© Foto: Chabad Lubawitsch Berlin