Lesezeit: 2 Minuten

Potsdam. Am 26. Oktober 2021 fand eine Fachtagung für Führungskräfte zum Thema „Stark gegen Antisemitismus“ in Organisation des Ansprechpartners für Extremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Polizeipräsidium des Landes Brandenburg statt.

Ziel war die Aufklärung, Sensibilisierung und Vermittlung von Handlungskompetenzen im Umgang mit antisemitischen Vorfällen und den darin involvierten Personen – sowohl den Tätern als auch den Opfern.

 

Roger Höppner Polizeivizepräsident der Polizei Brandenburg

„Der Kampf gegen Antisemitismus und der Schutz jüdischen Lebens ist eine fortwährende Aufgabe der Polizei Brandenburg, die wir sehr ernst nehmen und die oberste Priorität hat. Das gilt einmal mehr, weil die Zahl der antisemitischen Straftaten im Land Brandenburg seit 2017 kontinuierlich ansteigt, wobei eine Verlagerung eines Teils dieser Straftaten in das Internet zu verzeichnen ist. Daher freuen wir uns als Behördenleitung über diese zusätzliche Möglichkeit, unseren Führungskräften das notwendige „Rüstzeug“zu vermitteln Antisemitismus zu erkennen, neue Erkenntnisse und Entwicklungen in ihren polizeilichen Alltag mitzunehmen und dortzu vermitteln, aber gleichzeitig die Polizistinnen und Polizisten selbst zu sensibilisieren wie sie auch innerhalb der Organisationgegebenenfalls richtig intervenieren können.“

 Das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung unterstützte Antisemitismus-Projekt von Ahmad Mansour soll bundesweit Polizistinnen und Polizisten für das Thema Antisemitismus sensibilisieren. In ihrem Programmbereich Demokratie stärken will die Stiftung einen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und Europa leisten.

 

Ahmad Mansour

Namensgeber und Geschäftsführer von MIND prevention

„Antisemitismus spielt in der Arbeit der Polizei im Alltag eine immer sichtbarere Rolle. Die Demos,Angriffe, der Terror gegen jüdische Ziele ist in Deutschland und Europa leider nicht seltenergeworden. Umso wichtiger ist es, dass die Polizei in Brandenburg den Kampf gegen Antisemitimus zur Chefsache macht und gemeinsam mit uns nach Wegen, Maßnahmen und Konzepten zum Schutz jüdischen Lebens sucht und zu mehr Wissen über die Hintergründe von Antisemitimus in Deutschland beiträgt.“

Unterstützt wurde Mansour von Dr. Elio Adler, Vorstandsvorsitzender der WerteInitiative e.V., der insbesondere die Erwartungshaltung der jüdischen Community an die Polizei verdeutlichte und Carl Chung, Fachleiter für Politische Bildung und Projekte bei der »Jehi `Or« Jüdisches Bildungswerk für Demokratie – gegen Antisemitismus, zur Definition und zu einem historischen Abriss der Entstehung von antisemitischen Einstellungen.

Diese Fachtagung reiht sich in eine ganze Reihe von Veranstaltungen der Polizei Brandenburg ein, wie zum Beispiel dem Projekt „Selbstbild und Rollenverständnis der Polizei in der Gesellschaft“, das im Polizeipräsidium in Zusammenarbeit mit den externen Partnern„ Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung – demos“ sowie „RAA Brandenburg – Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie“ durchgeführt wird. Hierbei ist Projektgegenstand die Reflektion des Rollenverständnisses der Polizei als demokratischer Akteur und die Stärkung des damit verbundenen Selbstbildes und Demokratieverständnisses.

 

Bild: v.l.n.r.: Dr. Elio Adler (WerteInitiative e.V.), PD Andreas Wimmer (AP EGMF), Ahmad Mansour (MIND prevention), Carl Chung (»Jehi `Or« JBDA) | © Pressestelle Polizeipräsidium Land Brandenburg

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung Nr. 28/2021 vom 02.11.2021 / Stark gegen Antisemitismus / Fachtagung im Polizeipräsidium

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2021-11-02 PM 28 Stark gegen Antisemitismus