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Creators for a Change! Art & Theatre Kick-Off through the pandemic Against hate!

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Nach der erfolgreichen Umsetzung der bilateralen Antisemitismus-Präventionskampagne „Why should I care about your history? in Tel Aviv, Jerusalem und Hamburg-Wilhelmsburg, wurde die Kampagne mehrfach ausgezeichnet, konnte zu einem nachhaltigen Umdenken in der Auseinandersetzung mit der deutschen Erinnerungskultur beitragen und setzte ein innovatives Zeichen hinsichtlich der Eröffnung von partizipativen Entwicklungsräumen und für Völkerverständigung. [https://why-should-i-care.jimdofree.com/]

Die derzeitig erschreckenden Entwicklungen in Israel und die Rezeption dessen in Deutschland verdeutlichen jedoch, dass es weitergehen muss und vor allem, dass die Auseinandersetzung mit der Shoah und der deutschen Gedenkkultur nicht mehr ohne den Einfluss globaler Geschehnisse und Kontexte der Gegenwart gedacht werden können.

Aus diesem Grund bedarf es umso mehr eines Einschließens von israelischen Narrativen. Wichtig ist dabei die israelische, wie auch die arabische miteinzubeziehen, da die derzeitige Terrorwelle in Israel durch social media auch hier Auswirkungen auf uns und unsere Jugendlichen hat.

Zwei Jahre Pandemie trugen nämlich dazu bei, dass die gesellschaftlichen Gräben durch Verschwörungstheorien, dem Anstieg an Antisemitismus, Rassismus und Radikalisierung, weiter und tiefer wurden. Umso wichtiger erscheint es endlich wieder aktiv zu werden, damit Brücken gebaut werden können, um diese Gräben zu überwinden!

Bei Creators for a Change! Handelt es sich um ein bilaterales Kunst- und Theatergroßprojekt, an dem sich Jugendliche aus Wilhelmsburg mit jüdischen und arabischen Israelis aus Sderot und Rahat beteiligen. Im Fokus stehen hierbei die Narrative von 16 Wilhelmsburger Jugendlichen, die überwiegend einen Migrationshintergrund aufweisen, gegenüber 16 jüdischen-israelischen Jugendlichen aus Sderot, die überwiegend Nachfahren von Shoah-Überlebenden sind, s o w i e 16 arabischisraelischen Jugendlichen aus Rahat, die überwiegend einen beduinischen Hintergrund aufweisen.

In einem künstlerisch-ästhetischen Trialog, unter der Anleitung von professionellen Künstler:innen vom Jaffa Theatre in Old Jaffa in Kooperation mit der Shar´HaNegev High School und dem Almehebash Theatre in Rahat mit ihrem Jugendensemble, beschäftigen sie sich mit den jeweiligen Narrativen zu gegenwärtigen Verhältnissen und historischen Kontexten. Die Welt aus der Sicht des anderen ist hierbei sehr wichtig.

Es ist das Eröffnen von neuen Narrativen und Zugängen, um verschiedene gesellschaftliche und historische Kontexte entschlüsseln und verstehen zu können. Fundiert wird die Auseinandersetzung mit den historischen Kontexten und der dem Aspekt der Erinnerungskultur durch die Kooperation mit Yad Vashem in Jerusalem sowie verschiedenen Gedenkstätten in Deutschland. Das Programm finden Sie hier.

Sandra Borchert

Redaktion und Redaktionsleitung