Der kommende Montag ist der 15. Tag des Monats Schwat (Tu Bischwat), ein Tag im jüdischen Kalender, der der Feier der Bäume gewidmet ist. Obwohl dieser Feiertag schon von unseren Weisen erwähnt wird, ist der Feiertag, wie wir ihn heute kennen, die Schöpfung von Kabbalisten des 17. und 18. Jahrhunderts sowie von Zionisten im frühen und jüdischen Umweltschützern im späten 20. Jahrhundert.

So wie der 1. Tischrei Beginn der Jahreszählung für die Menschen ist, so wird für Bäume und Pflanzen das Jahr ab dem 15. Schwat gezählt. Aus halachischer Sicht ist das für die sogenannte Orla-Vorschrift von Bedeutung: In den ersten drei Jahren eines Baumes dürfen seine Früchte nicht gegessen werden, um ihm ein Mindestmaß an ungestörter Entwicklung zu garantieren.

Man deckt den Tisch mit den schönsten Früchten, insbesondere aber mit den sieben Arten, mit denen das Land Israel gesegnet wurde: »Denn der Ewige, dein G-tt, bringt dich in … ein Land mit Weizen und Gerste, mit Wein, Feigen und Granatäpfeln, in ein Land mit Oliven und Honig.« (Deut. 8:8)

Über Früchte, die auf dem Baum wachsen, sagt man die Bracha »Baruch Ata Adonaj, Elohenu Melech HaOlam, Bore Pri Haez«. Über Produkte, die aus der Erde wachsen, das heißt alle Arten von Gemüse, Kräutern und Hülsenfrüchten, sagt man die Bracha »Baruch Ata Adonaj, Elohenu Melech HaOlam, Bore Pri HaAdama.«