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29. und 30 Oktober 2022: zweite Deutsch-Israelische Studierendenkonferenz

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Die zweite Deutsch-Israelische Studierendenkonferenz wird kommendes Wochenende am 29. und 30. Oktober in Frankfurt unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Cem Özdemir und S.E. Botschafter Ron Prosor – auch im Zeichen der Solidarität mit den Studierenden und allen Protestierenden in Iran – stattfinden. 

 

Am kommenden Wochenende, 29. Und 30. Oktober 2022, wird an der Frankfurter Goethe-Universität die zweite Deutsch-Israelische Studierendenkonferenz stattfinden. Auf deutscher Seite sind der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs), das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. (JuFo), die Jüdische Studierendenunion (JSUD) und der Verband Jüdischer Studierender Hessen (VJSH) Veranstalter. Außerdem wird die israelische Studierendenvertretung NUIS die Konferenz mitausrichten. Insgesamt werden 250 Teilnehmende erwartet – davon mindestens 50 Israelis. Die israelische Delegation wird bereits in den Tagen vor der Konferenz in Deutschland sein und ein vielseitiges Programm erhalten. Schon im September hatten die Veranstalter sowie die parteinahen Hochschulgruppen der Grünen, SPD, FDP und Union eine gemeinsame Resolution anlässlich der Studierendenkonferenz verabschiedet. Unter anderem wird darin der Abbruch der Zusammenarbeit mit iranischen Universitäten und die Aufnahme Israels ins Erasmus+ Programm gefordert. Die Resolution begrüßt sowohl die Abraham Accords als auch die Energie-Partnerschaft zwischen Deutschland und Israel und bezieht klar Position gegen Antisemitismus unter neuen Deckmänteln und für die Vereinbarkeit von Religion und Studium.

 

Die deutsch-Israelische Studierendenkonferenz steht in voller Solidarität mit den Studierenden und allen Protestierenden in Iran. Die Veranstalter äußern sich wie folgt: „Die Deutsch-Israelische Studierendenkonferenz steht dieses Jahr auch unter dem Zeichen der Proteste gegen das islamische Regime in Teheran. Für uns steht fest: Wir stehen solidarisch an der Seite der Studierenden und aller Protestierender gegen das Mullah-Regime.“ Weiter zur Konferenz: „Die Konferenz schafft es, deutsche und israelische Studierende in den verschiedensten Themenbereichen zusammenzubringen.

 

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer weniger Schoa-Überlebende am Leben sind, erkennen wir als junge Generation die Verantwortung an, die Deutsch-Israelische Freundschaft der Zukunft zu stärken, auszubauen und zu gestalten. Die Bekämpfung von Antisemitismus hat für uns oberste Priorität. Die Zukunft liegt in unseren Händen.“

Bundesminister Özdemir äußert sich im Vorfeld über die Konferenz: „Die Studierendenkonferenz ist ein deutsch-israelisches Gemeinschaftsprojekt – und Gemeinschaftsprojekte unserer beiden Staaten kann es nach meinem Verständnis gar nicht genug geben. Hier erfahren die Studierenden gegenseitig von der Vielfalt unserer beiden Länder und tragen diese Vielfalt auch weiter – gerade auch in unsere Universitäten in Deutschland. Das ist von großer Bedeutung: Denn so wie an unseren Universitäten ein weltoffener Geist herrscht, so gibt es dort leider auch Abwege, Antisemitismus oder Aufforderungen zum Boykott Israels. Deshalb gilt: Wenn wir Antisemitismus ernsthaft bekämpfen wollen, dann müssen wir das nicht nur an unseren Schulen tun, sondern auch an unseren Universitäten. Diese Konferenz leistet hierfür einen wertvollen Beitrag – dafür danke ich den Studierenden sehr. Es ist mir eine Ehre und große Freude, die Schirmherrschaft der deutsch-israelischen Studierendenkonferenz gemeinsam mit Botschafter Ron Prosor zu übernehmen.“

Botschafter Ron Prosor bekräftigt im Hinblick auf die Konferenz und die Resolution „Der Jugend gehört die Zukunft, denn sie entscheidet, wie die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland später aussehen werden. Deshalb ist die Deutsch-Israelische Studierendenkonferenz so wichtig. Die Begegnungen und Freundschaften, die hier geschlossen werden, sind bedeutend für die Herausforderungen von heute und bilden das Fundament für die Themen von morgen.“ Im Hinblick auf die Resolutionen der der Deutsch-Israelischen Studierendenkonferenz, betont er: „Die gemeinsamen Resolutionen der Studierendenkonferenz gegen die BDS-Kampagne 2019 und dieses Jahr zum Kampf gegen Antisemitismus und zur Unterstützung der Menschenrechte im Iran sind Zeugnis dieses fruchtbaren Austauschs.“

Key-Note-Speaker der Konferenz sind unter anderem Hillel Neuer, leitender Direktor von UN-Watch, und Olga Deutsch, stellvertretende Vorsitzende von NGO Monitor. Themen der Konferenz sind Nachhaltigkeit & Innova􀀶on, soziale Gerechtigkeit, Hochschulpolitik, Antisemitismus und Internationalen Beziehungen. Die Deutsch-Israelische Studierendenkonferenz leistet einen bedeutsamen Anteil zum Austausch und zur Vernetzung zwischen Israel und Deutschland. Dieser Austausch ist vor dem Hintergrund der Schoa und der besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel von herausgestellter Wichtigkeit – insbesondere für junge Menschen.

 

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