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wir haben uns heute eingefunden, um der Schändung und Zerstörung des 09.11.1938 zu gedenken. Wenn wir es auf die Bornplatzsynagoge beziehen wollen war es der 10.11.1938 an dem diese angezündet worden ist. Ein Jahr später wurde diese auf Kosten der Jüdischen Gemeinde abgerissen.

Regelmäßig finden Gedenkveranstaltungen, wie diese hier statt und einige Fragen sich, ob es nicht ein reines Ritual ist?

Dabei darf es bei dem reinen Ritual nicht bleiben, sondern vielmehr aus einem nie wieder bedarf es auch weiterer Handlungen in Bezug auf die Zukunft – JA es sind nicht dieselben Hamburgerinnen  die ihren jüdischen Mitbürgern das Gotteshaus geschändet und dann angezündet haben. Und JA heute gedenken wir gemeinsam an die Opfer. Es stimmt aber auch, dass Judenfeindlichkeit wieder salonfähig gemacht wird. – Hier ist es von besonderer Bedeutung hart und entschieden dagegen vorzugehen.

Das jüdische Leben in Hamburg floriert wieder, auch u.a. Dank des Joseph-Carlebach-Bildungshauses. Hier lernen Kinder jüdisch und nicht jüdisch voneinander und miteinander.

Der Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge und damit die Rückkehr jüdischen Lebens in die Mitte unserer Stadtgesellschaft ist in Arbeit. DAS sind Handlungen in Bezug auf die Zukunft.

 

– Rede von Herrn David Rubinstein, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde in Hamburg / Mahnwache Anlässlich des 83. Jahrestags der Reichspogromnacht / 09.11.21