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Staatsrätin Almut Möller gedenkt in Riga der Opfer des Holocaust in Lettland

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 Staatsrätin Almut Möller, Bevollmächtigte beim Bund, der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten, nimmt gemeinsam mit Delegierten des Deutschen Riga-Komitees aus über 30 Städten an einer dreitägigen Gedenkreise nach Riga teil, um dort an die Opfer des Holocaust in Lettland vor mehr als 80 Jahren zu erinnern. 

 

Staatsrätin Almut Möller ist nach Lettland gereist, um im Auftrag des Senats an einer Reihe von Gedenkveranstaltungen teilzunehmen, die vom Riga-Komitee, der deutschen und österreichischen Botschaft in Riga sowie von der Jüdischen Gemeinde durchgeführt werden. Dazu zählt die offizielle Gedenkveranstaltung zum lettischen Holocaust-Gedenktag, die an der Ruine der Großen Choral-Synagoge am Holocaust-Denkmal in Riga stattfindet. Danach nimmt die Delegation an einer Führung über das heutige Gelände des ersten Konzentrationslagers in Lettland, Gut Jungfernhof, teil und besucht die Gedenkstätte im Wald von Bikernieki sowie das Museum „Juden in Lettland“. An den Gedenkorten gibt es einen Austausch mit Überlebenden des Holocaust und mit Zeitzeugen. Darüber hinaus trifft Staatsrätin Möller den Oberbürgermeister von Riga, Mārtiņš Staķis.

Staatsrätin Almut Möller: „Im Dezember 1941 wurden 800 Jüdinnen und Juden von Hamburg aus nach Riga deportiert und ermordet. Es ist unsere Verantwortung, an die Opfer der Shoa zu erinnern.“

Das Deutsche Riga-Komitee wurde im Mai 2000 von 13 Städten und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. gegründet. Dieser in Europa einzigartige erinnerungskulturelle Städtebund, dem auch Brünn, Prag, Riga, Theresienstadt und Wien angehören, hat die Auf­gabe, an die über 25.000 jüdischen Bürgerinnen und Bürger zu erinnern, die in den Jahren 1941/42 aus ihren Städten nach Riga deportiert und in ihrer überwiegenden Zahl im Wald von Bikernieki ermordet wurden. Auch Hamburg gehörte zu den Gründungsmitgliedern. Im Dezember 1941 fuhr der erste Hamburger Deportationszug aus Hamburg nach Riga.

 

© Foto: Senatskanzlei / Daniel Reinhardt

Sandra Borchert

Redaktion und Redaktionsleitung